Beim Fachkongress „20 Jahre Familienzentrum NRW: Sprachförderung und Chancengerechtigkeit im Fokus“ war die Stiftung Zuhören mit einem eigenen Stand auf dem Markt der Möglichkeiten in Dortmund vertreten. Der Kongress wurde vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration veranstaltet und vom Institut für soziale Arbeit e.V. organisiert.
In der Messehalle kamen am 24. September 2026 Fachkräfte, Träger, Jugendämter und Partner*innen der Familienzentren zusammen – und genau dort knüpfte die Stiftung Zuhören an ihr Kernthema an: Zuhörbildung als Schlüssel für Sprache, Lernen und gelingende Kommunikation in Familien.

Die Stiftung Zuhören beim Markt der Möglichkeiten
Am Stand lud das Team zu persönlichen Gesprächen ein und stellte praxisnahe Angebote vor, die Zuhören in Kitas, Schulen und Familien stärken. Im Mittelpunkt stand das Programm „Lilo Lausch – Zuhören verbindet!“ für die frühe Zuhörbildung in Krippen und Kindertagesstätten. Das Konzept zeigt, wie Kinder durch alltagsintegrierte Methoden in Lilo Lausch-Zeiten ihre Zuhörkompetenz, Sprechfreude und Medienbildung spielerisch entwickeln.
Besonders intensiv waren die Gespräche mit Leiter*innen und Fachkräften aus Familienzentren, die berichteten, wie wichtig Zuhören im Alltag ihrer Einrichtungen ist – sei es in der Arbeit mit mehrsprachigen Kindern, in der Elternberatung oder bei der Begleitung von Familien in belasteten Lebenslagen. Häufig bleibt im Kita-Alltag jedoch zu wenig Zeit, sich vertieft mit dem Thema auseinanderzusetzen. Eine Fachkraft brachte es im Gespräch auf den Punkt: Kitateams hätten oft nicht die Möglichkeit, eigene Materialien oder Ideen zu entwickeln. „Die freuen sich über jede Idee und jedes Material, das sie direkt mit den Kindern umsetzen können.“ (Besucherin ISA e. V., Kongress Familienzentren)

Kita-Leiterin Katja Marra mit Anna Cijevschi von der Stiftung Zuhören
Einige Fachkräfte, die den Stand besuchten, kannten Lilo Lausch bereits und setzen das Konzept in ihrer Kita um. Besonders schön war zu hören, mit wie viel Begeisterung die Kinder – aber auch die Fachkräfte – mit Lilo Lausch arbeiten.
Eine Kita-Leiterin berichtete vom Einsatz in ihrer Kita durch eine Kollegin: „Man kann nur etwas umsetzen und weitergeben, wenn man für das Thema auch brennt. Und meine Kollegin kam aus der Lilo-Lausch-Fortbildung und brennt wirklich dafür.“ (Katja Marra, Kita-Leitung)
An dem Fachkongress nahmen rund 800 Personen teil. Sie konnten sich im Markt der Möglichkeiten über vielfältige Angebote informieren und wissenschaftliche Vorträge zu den Themen Chancengleichheit und Mehrsprachigkeit besuchen. Unter anderem war Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, vor Ort. Sie machte in ihrer Rede deutlich, dass jedes Kind die gleichen Chancen haben sollte – die (soziale) Herkunft darf für den Bildungseinstieg keine Rolle spielen. Da Kitas die ersten institutionellen Bildungsorte für Kinder sind, haben sie die Chance und Verantwortung, Kinder auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen. Dabei, so betonte sie, ist Sprache ein zentraler Schlüssel für Bildungserfolg.
Hier setzt auch die Stiftung Zuhören an: Zuhörbildung stärkt Kinder in ihrer Sprachentwicklung und darin, sich gesehen und gehört zu fühlen.
Haben Sie Interesse mehr über unser Lilo Lausch-Konzept zu erfahren?

Anna Cijevschi
Referentin Bildungsprogramm Kita und Schule
Stiftung Zuhören
Rundfunkplatz 1
80335 München
Mail: cijevschi@stiftung-zuhoeren.de
Tel.: +49 (0)89 5900 41296




