In den vergangenen Monaten drehte sich alles um das Zuhören: Wie können Kinder und Jugendliche besser zuhören? Wie lässt sich diese Schlüsselkompetenz kreativ und nachhaltig fördern? Und welche Rolle spielen dabei Medien, Geschichten und eigene Hörproduktionen?
Die Fortbildungsreihe „Zuhören macht schlau“, die dank wertvoller Unterstützung von der Bayerischen Sparkassenstiftung und der Hermann Gutmann Stiftung ermöglicht wurde und in Kooperation mit der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) umgesetzt wurde, ist mit vielen Impulsen, kreativen Ideen und praxisbezogenem Input erfolgreich zu Ende gegangen.

Aufnahmegeräte Fortbildung
Angesichts schwieriger Lernvoraussetzungen vieler Kinder, abnehmender Kompetenzen in den Bereichen Lesen und Zuhören ist ein gezieltes Fördern der Schlüsselkompetenz Zuhören, als Basis für Lernerfolg, dringend geboten, damit Kinder ihre Lern- und Entwicklungspotenziale ausschöpfen können.
Die Fortbildungsreihe zur Zuhörbildung in der Grund- und Förderschule richtete sich an Lehrkräfte der Jahrgangsstufen 1 bis 4 in Bayern und vermittelte ein fundiertes Konzept zur Zuhör- und Sprachbildung, das unmittelbar an die Praxis anknüpft:
Termin 1: Einstieg in die Zuhörbildung im Kontext des LehrplanPLUS
Termin 2: Zuhörbildung praktisch: Methoden & Materialien
Termin 3: Differenzierung und Teilhabe ermöglichen: Zuhören in heterogenen Gruppen
Termin 4: Zuhörbildung und Demokratie: Praxisbezogener Input für die Verfassungsviertelstunde
Termin 5: Tools & Technik
Termin 6.1: „Hören machen“ – Hörspiel, das ist Kino im Kopf!
Termin 6.2: Podcasts: Eigene Podcasts erstellen und im Unterricht einsetzen
Die vorgestellten Methoden und Materialien – darunter auch digitale Angebote – lassen sich fächerübergreifend einsetzen und unterstützen gezielt die Umsetzung des LehrplanPLUS, insbesondere in den Kompetenzbereichen Sprechen und Zuhören.
Besonders lebendig wurde die Reihe durch den hohen Praxisanteil: Rituale, Zuhörspiele und konkrete Übungen. Diese luden zum Mitmachen ein und weckten die Lust auf die Arbeit mit der eigenen Klasse. Gleichzeitig wurde auch Raum für reflexive Themen geschaffen: Wie entstehen gute Zuhörbedingungen? Wie kann mit Störungen umgegangen werden? Und wie gelingt es, Kinder zur Selbstreflexion anzuregen?
Vom ersten Hörspiel bis zum eigenen Podcast
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Verbindung von Zuhörbildung und Medienkompetenz. Die Teilnehmer*innen lernten, wie sich mit einfachen Mitteln kreative Audioprojekte umsetzen lassen – vom ersten Hörspiel bis zum eigenen Podcast. Unterstützt durch Tutorials sowie praxisnahe Technik- und Tool-Einblicke konnten viele Ideen direkt für den eigenen Unterricht weitergedacht werden.

Zitat Teilnehmerin
Zuhören als Grundlage für demokratisches Handeln
Inhaltlich orientierte sich die Reihe gezielt an den Bedarfen in Bayern. So wurde unter anderem ein eigener Termin zur sogenannten Verfassungsviertelstunde angeboten. Dabei erhielten die Teilnehmenden konkrete Anregungen, wie sich das zentrale Thema Zuhören als Grundlage demokratischer Bildung in diesen Kontext sinnvoll integrieren und stärken lässt. Gemeinsame Zuhörerlebnisse wurden dabei immer wieder als verbindendes Element erfahrbar: Sie stärken das Miteinander, fördern soziale Kompetenzen und tragen zu einem positiven Lernklima bei.
Wir danken allen Beteiligten sowie den Teilnehmer*innen herzlich für ihr Engagement, ihre Ideen und die Begeisterung für dieses wichtige Thema. Die Reihe hat einmal mehr gezeigt: Zuhören ist mehr als eine Fähigkeit – es ist ein Schlüssel für Bildung, Teilhabe und gemeinsames Verstehen.
Unser herzlicher Dank gilt der Bayerischen Sparkassenstiftung und der Herrmann Gutmann Stiftung, ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.
Ansprechperson Hörclubs

Anna Cijevschi
Referentin Bildungsprogramm Kita und Schule
Stiftung Zuhören
Rundfunkplatz 1
80335 München
Mail: cijevschi@stiftung-zuhoeren.de
Tel.: +49 (0)89 5900 41296




