Innovatives Hörspielprojekt der Stiftung Zuhören
Über 100 Kinder wurden letzte Woche selbst zu Hörspielmacher*innen. Die Stiftung Zuhören fördert mit diesem innovativen Hörspielprojekt gezielt die Zuhör- und Medienkompetenz bei Kindern an fünf Grundschulen in München / Oberbayern.
Das war das Beste, was ich jemals in meiner Schulzeit gemacht habe (Feedback eines teilnehmenden Kindes, 4. Klasse)
Im Vorfeld des Welttags des Zuhörens am 18. Juli setzte die Stiftung Zuhören mit ihrem Projekt „Wir machen Hörspiel“ ein innovatives Hörspielprojekt an fünf Grundschulen in München und Oberbayern um. Vom 7. bis 11. Juli wurden 115 Kinder der 1. bis 4. Klasse selbst zu Hörspielmacher*innen. Dabei wurden sie von zwei erfahrenen Mediencoaches der Stiftung Zuhören, Maria Bonifer und Juliane Spatz, unterstützt. Ihre Ergebnisse präsentierten die Kinder am Nachmittag in einer schulinternen Abschlussveranstaltung ihren Eltern und Familien sowie der Schulleitung.
Zuhören als Schlüsselkompetenz
In einer Welt, die von stetigem Wandel und Informationsflut geprägt ist, ist die Fähigkeit, bewusst zuzuhören, eine entscheidende Kompetenz, um Veränderungen zu meistern und sich in der Welt zu orientieren.
Zuhören ist unverzichtbar für Bildungserfolge, den gesellschaftlichen und politischen Diskurs sowie eine Voraussetzung für den selbstbestimmten Umgang mit Medien und die Lösung von Konflikten.
Die Stiftung Zuhören, die 2002 von ARD- und Landesmedienanstalten, darunter federführend dem Bayerischen Rundfunk und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, gegründet wurde, setzt sich dafür ein, das Zuhören als kulturelle Grundkompetenz in allen Bereichen der Gesellschaft und bei allen Altersgruppen zu fördern.
Die Stiftung agiert im gesamtpädagogischen Kontext und richtet sich mit Lernmaterial und einem Fortbildungsangebot, insbesondere an pädagogische Fachkräfte und weitere Multiplikator*innen im Bildungsbereich, um in Kitas, Schulen und weiteren pädagogischen Einrichtungen eine zuhörfreundliche Gesellschaft zu schaffen. Eine Gesellschaft, in der Menschen sich und ihre Umwelt bewusst wahrnehmen, einander verstehen und mit Freude ihr Miteinander gestalten.

Mediencoach Maria Bonifer
Einblicke hinter die Kulissen des Projekts
Unter Anleitung von den beiden Mediencoaches, Maria und Juliane, haben die Kinder ihre eigenen kleinen Hörspiele an einem Projekttag in der Schule produziert. “Es ist faszinierend zu sehen, wie die Kinder ihre Kreativität und Fantasie einsetzen, um Geschichten zum Leben zu erwecken.“, sagt Maria Bonifer, langjährige Mediencoach, Fortbildungsreferentin, Autorin und Hörfunkjournalistin. “Sie lernen, wie sie gemeinsam mit ihren Mitschüler*innen und mit Hilfe von selbst produzierten Geräuschen und ihren eigenen Stimmen Geschichten erzählen und für die Ohren lebendig werden lassen.“

Mediencoach Juliane Spatz
Die Lehrkräfte, die die Kinder begleiten, haben zuvor an einer Hörclubs-Fortbildung der Stiftung Zuhören zur Zuhör- und Medienbildung teilgenommen. Die darin vermittelten Methoden und Materialien werden bereits seit einigen Monaten in den Klassen angewandt und eingesetzt. Somit waren alle Kinder und Lehrkräfte bestens auf den medienpraktischen Teil zum Abschluss des Projektes vorbereitet. Maria und Juliane trafen in allen fünf Klassen auf hörspielerfahrene und an der Hörspielproduktion sehr interessierte Kinder.
Wir bedanken uns beim Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München, der das Projekt, dank seiner Förderung, möglich gemacht hat.
Feedback & Wirkung
Kinder, Lehrkräfte und Eltern gaben begeisterte Rückmeldungen. Viele Lehrkräfte würden das Projekt gerne wiederholen oder Kolleg*innen empfehlen. Sie empfanden die Arbeit mit den externen Hörspiel-Profis als große Bereicherung für die Kinder und sich selbst. Ein Kind aus der 4. Klasse sagte: „Das war das Beste, was ich jemals in meiner Schulzeit gemacht habe!“.
Durch die Umsetzung von „Hörclubs – Wir machen Hörspiel!“ wird gefördert:
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- Zuhörfähigkeit und Sprachkompetenz
- Aufmerksamkeit und Konzentration
- Medienkompetenz (Mediennutzung, -reflexion, -gestaltung)
- Team- und Kommunikationsfähigkeit
- Selbstbewusstsein durch selbstwirksames Lernen
Der Welttag des Zuhörens
Der Welttag des Zuhörens wurde zu Ehren des kanadischen Komponisten und Klangforschers Raymond Murray Schafer ins Leben gerufen, der am 18. Juli 1933 geboren wurde und 2021 verstarb. Am Welttag des Zuhörens geht es darum, die Welt bewusst akustisch zu erfahren oder für andere erfahrbar zu machen. Mit ihrem Hörspielprojekt hat die Stiftung Zuhören diese Idee aufgegriffen und Kinder dazu ermutigt, ihre Umwelt mit offenen Ohren zu erkunden.




