Diskriminierungssensibles Zuhören als Zukunftskompetenz
Online Fortbildung
Donnerstag, 23. April 2026, 18.00 – 20.00 Uhr
Referentinnen: Anne Pretzsch, Teresa Lucia Rosenkrantz
Online, Registrierung unter: Hör.Forscher!
Zielgruppe: Lehrkräfte aus allen Fachbereichen, Pädagog*innen, Kulturvermittler*innen
Wer hört wem zu? Wer wird selbstverständlich gehört – und wer muss sich Gehör verschaffen? Bei dieser Fortbildung steht die Hör- und Zuhörbildung im Kontext von Diversität. Mit performativen, kollektiven und niedrigschwelligen Methoden regen die Referentinnen eine diskriminierungssensible Bildungsarbeit an.

Das Zuhören spielt beim Abbau von Ungleichheit eine entscheidende Rolle. In dieser Fortbildung wird die Gesprächsmethode Mahloquet als zentrales Instrument im Social Justice und Diversity Training vorgestellt. Sie zielt darauf, kontroverse Positionen nebeneinander stehen zu lassen und stärkt zugleich die Fähigkeit Vielstimmigkeit auszuhalten. Ausgehend von intersektionalen Diskriminierungsstrukturen wird ein machtkritischer Blick auf das Zuhören als soziale Praxis eröffnet. Im Austausch entsteht ein vielstimmiger „Klangteppich der Unterstützung“: ein Bündel an Perspektiven, Interventionen und künstlerisch-praktischen Ansätzen für den Einsatz gegen Diskriminierung in Schule und Unterricht.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf performativen und künstlerischen Methoden, die Zuhören nicht nur als Gesprächstechnik, sondern als verkörperte und gestaltbare Praxis erfahrbar machen. Der Workshop bietet eine Einführung, erste praktische Werkzeuge und Raum für Austausch. Er lädt dazu ein, Zuhören als künstlerisches, pädagogisches und politisches Handeln neu zu begreifen und zu gestalten.
Anne Pretzsch…
… ist Performancekünstlerin, Kuratorin und Social Justice Trainerin. Sie entwickelt transgenerationelle Performances mit einem sozialpolitischen Fokus. Aktuell promoviert sie an der HfBK Hamburg. Ihr besonderes Interesse gilt partizipativen Prozesse.
Teresa Lucia Rosenkrantz…
… ist Theatermacherin und arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Community Art und kollektiver Recherche. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen partizipative Prozesse und Fragen von Macht, Solidarität und Zugänglichkeit. Sie entwickelt kollaborative Formate mit diversen Ensembles und Kollektiven – lokal verankert und international vernetzt.
Das Angebot ist kostenfrei. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Wir stellen Ihnen im Anschluss an die Fortbildung auf Wunsch eine Teilnahmebestätigung aus und senden Ihnen alle Begleitmaterialien zu.
Die Fortbildung ist für Thüringer Lehrkräfte im Rahmen des Thüringer Lehrerbildungsgesetzes anerkannt.
Den Zugangslink erhalten Sie nach Registrierung. Benötigt werden Computer/Tablet mit Mikrofon & Audio sowie stabilem Internet (Headset/Kamera optional). Falls Sie Rückfragen zu der Technik haben, geben Sie das bitte bei der Registrierung an. Wir helfen Ihnen gerne bei der technischen Einrichtung.
Ansprechperson Hör.Forscher! Projekt

Franziska Klemm
Programmleiterin Hör.Forscher! „Sprache und Medien”
Stiftung Zuhören
Rundfunkplatz 1
80335 München
Mail: klemm@stiftung-zuhoeren.de
Mobil: +49 (0) 175 597 80 97




