Passend zum Vorlesetag, der jährlich am dritten Freitag im November stattfindet, haben wir ein paar Tipps für Sie, die Sie sofort umsetzen können und die Sie dabei unterstützen, dass Kinder gut zuhören. Nehmen Sie sich ein Buch und machen Sie das Zuhören zum Erlebnis, das im Kopf bleibt.
1. Lebendig lesen – nutzen Sie ihre Stimme als Werkzeug
Setzen Sie ihre Stimme wie ein Instrument ein
- langsamer oder schneller lesen
- flüstern oder Betonungen setzen
- unterschiedliche Stimmlagen für Figuren erfinden
Eine lebendige Stimme weckt Aufmerksamkeit und regt die Lust am Dranbleiben an.
2. Halten Sie Blickkontakt und bauen Sie Denkpausen ein
Schauen immer wieder ins Publikum oder zu ihrem Zuhörerkreis. Blicken Sie in die Augen der Kinder und nicht nur ins Buch.
Kurze Pausen geben Zeit zum Verstehen und schaffen Spannung.
Die Zuhörenden spüren: Sie lesen für sie – nicht nur für sich selbst.
3. Lassen Sie ihre Zuhörenden mitdenken: Stellen Sie Fragen und laden Sie zum Mitmachen ein
Sprechen Sie während des Vorlesens ihr Publikum an:
- „Was glaubt ihr, passiert als Nächstes?“
- „Wie würdet Ihr reagieren?“
Das macht aus Zuhörenden aktive Mitgestalter*Innen und verhindert das Abschweifen der Gedanken. Das Gehörte wir verarbeitet und verstanden.
4. Bildhafter Einstieg – Holen Sie ihre Zuhörer*innen ab machen Sie gemeinsam eine Zuhöreise
Starten Sie nicht konservativ mit den ersten Sätzen im Text, sondern starten Sie besser mit einem bildhaften Einstieg:
- „Stellt euch vor, ihr steht mitten in einem dunklen Wald …“
- „Das kennt Ihr sicher auch …“
- „Ich habe Euch bestimmt auch schon öfter Folgendes gefragt …“
Das öffnet die Ohren und weckt Fantasie und erzeugt Bilder im Kopf.
Dabei müssen Sie nicht am Text kleben bleiben und können ihren eigenen Vorlesestil finden.
5. Nutzen Sie ihre Stimme, den Körper und schaffen Sie eine akustische Vorlese-Umgebung
Kleine Bewegungen, Mimik oder Gesten wirken Wunder:
- eine Handbewegung für Wind
- ein Schritt in Richtung Publikum bei Spannung
- weit geöffnete Augen und ein offener Mund bei Überraschung
Das macht das Geschehen sichtbarer und spannender, die Kinder erleben die Geschichte förmlich mit. Sie können auch kleine Klangerzeuger einsetzen, wie zum Beispiel raschelndes Laub durch eine knisternde Tüte oder klangvolle Übergänge durch Percussion Instrumente.




